Ganz viel Kampf, Willen und ein bisschen Glück
So oder so ähnlich könnte die Erfolgsformel für den Sieg am letzten Samstag definieren. Die Eintracht hat damit wieder das gut gemacht, was sie gegen Dortmund eingebüßt hat. Zugleich stellten die Adlerträger mit dem Sieg über den direkten Konkurrenten den Abstand zu den Abstiegsrängen sicher und können folglich etwas entspannter nach Bremen reisen. Man muss die letzten beiden Auswärtsspiele nun einfach als Kür sehen, denn so ganz realistisch ist es bisweilen nicht, Punkte aus dem hohen Norden zu entführen. Lediglich in zwei Wochen gibt es wieder eine Pflichtaufgabe in Form von Bochum zu bewältigen, womit man dann mit mindestens 19 Punkten in die Winterpause gehen würde.
In die Winterpause geht man jedoch auch mit mindestens 9 verletzten Spielern. An diesem Spieltag kamen mit dem bis dahin ordentlich spielenden Nikolov und Ljubicic zwei Neue in der Liste hinzu, die die Sorgen der Eintracht nicht kleiner werden lassen.
Trotzdem muss man sagen, dass es ein Wochenende der überwiegend positiven Überraschungen war. Caio spielte von Anfang an – und das ziemlich gut. Man muss es so sagen: Der von Funkel bemängelte fehlende Kampfeswille des Brasilianers war nicht erkennbar. Ganz im Gegenteil. Er ging in Zweikämpfe, versuchte, auch hinten mitzuarbeiten (u.a. die Kopfballabwehr bei Ecken) und spielte schlaue Pässe in die Spitze.
Ebenfalls schön war es, Pröll wieder zu sehen. Er löste die schwere Aufgabe, in der Pause in’s Tor zu müssen, tadellos und wird nun wieder alles dafür geben, sich als Nr. 1 zu etablieren. Dies wird ihm auch gelingen. Schließlich hat er mit Bremen morgen schon eine gegnerische Mannschaft, bei der man sich auszeichnen muss, will man nicht untergehen.
Als letztes will ich die Abwehr loben, die diesmal in der Besetzung Russ und Bellaid als Innenverteidiger sicherer stand als die Formation der Woche zuvor. Ob Bellaid seine Chance genutzt hat wird man sehen, doch bekommt er nun wieder Konkurrenz vom wiedergenesenen Vasoski. So oder so sollte seine Rückkehr für mehr Stabilität sorgen und Galino nach zuletzt schwachen Spielen und dem inakzeptablen Fernbleiben auf die Bank verbannen.
Einen Kritikpunkt will ich hier jedoch noch anführen: Wie wenig Toski sich nach seinen Einwechslungen immer wieder in’s Spiel einbringt ist inakzeptabel. Ohne Drang nach vorne, einen Funken Aggressivität und den Willen in Zweikämpfe zu gehen scheint er sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Er hat Talent. Doch alles Talent bringt nichts, wenn man zu faul ist, sein Talent in Können umzuwandeln.
Schlussendlich bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich über die Entwicklung insgesamt in der letzten Zeit nicht unzufrieden bin und hoffe, dass sich der Trend nach oben noch stärker abzeichnet. Vielleicht geht ja doch was in Bremen?!
Kämpfen, Eintracht, kämpfen!

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